
Arloff, 11. Juli 2026 (jf).
Am 11. Juli 2026 verwandelte sich das Dojo des TuS 05
Arloff-Kirspenich e.V. in eine Bühne für den
Jiu-Jitsu-Nachwuchs. 27 Kinder im Alter von sieben bis zwölf
Jahren stellten sich mit viel Konzentration, aber auch einer
gehörigen Portion Aufregung der Prüfung zum nächsthöheren
Gürtel.
Vom ersten Angrüßen bis zur letzten Technik wurde deutlich,
dass die jungen Jiukas ihr Handwerk verstanden.
Auf jeden Fall bekamen die Prüfer und natürlich auch die
Zuschauer dabei viele sauber ausgeführte Würfe, Hebel,
Abwehrtechniken und eine ordentliche Portion Kampfgeist zu
sehen. Trotz verständlicher Nervosität zeigten alle Kinder
eine gute bis sehr gute Gesamtleistung und bewiesen
eindrucksvoll, dass sich regelmäßiges Training, Fleiß und
Durchhaltevermögen auszahlen.

Arloff, 27. Juni 2026 (jf).
Am 27. Juni 2026 hat der TuS 05 ein ganz besonderes Seminar
ausgerichtet. Vierzehn Mitarbeitende des Kreiskrankenhauses
Mechernich nahmen an einem speziell vom Jiu-Jitsu Trainer
Markus Burg entwickelten Selbstschutz- und Handlungstraining
für Pflegefachkräfte teil.
Unter der Leitung von Übungsleiterin Elena Mies und Markus Burg
wurde und mit vollem Einsatz geübt und trainiert. Zum
Programm gehörten praktische Übungen am „BOB“ (Trainingsdummy
in Menschengestalt) sowie realitätsnahe Szenarien mit unserem
„Black Man“. Dies ist ein Vollschutzanzug, in dem Markus selbst
ordentlich gefordert wurde. Hier konnten sich alle Teilnehmenden
nach Herzenslust gegen den "Angreifer" wehren. „Das tut richtig
gut“, so eine Teilnehmerin.
Bei Interesse an unseren Seminarangeboten freuen wir uns über
Ihre Anfrage unter:
mail[at]tus-arloff-kirspenich.de
Arloff, 19. Juni 2026 (jf).
Wenn Elena heute die Halle betritt, schauen viele zuerst zu
ihr. Nicht nur wegen des schwarzen Gürtels um ihre Hüfte.
Sondern wegen der Rolle, die sie inzwischen trägt. Vor über
einem halben Jahr bestand sie ihre Danprüfung im Jiu-Jitsu
und leitet seitdem die gesamte Abteilung. Der Weg dorthin
war nicht laut. Kein plötzlicher Triumph, kein großes
Rampenlicht. Eher viele Jahre aus verschwitzten
Trainingsabenden, schmerzenden Gelenken und sogar
Verletzungen.
„Der Schwarzgurt verändert nicht plötzlich, wer du bist“,
sagt sie ruhig. „Er zeigt eher, wer du die ganze Zeit
gewesen bist“. Während andere nach der Danprüfung erst
einmal durchatmen würden, begann für sie kurz danach die
nächste Herausforderung: Verantwortung. Trainings
organisieren. Entscheidungen treffen. Menschen motivieren.
Vorbild sein. Und das in einer Kampfkunst, in der Respekt
nicht eingefordert, sondern verdient wird. Man merkt
schnell, dass Elena nicht versucht, laut zu führen. Ihre
Autorität entsteht nicht aus Härte, sondern aus Haltung.
Sie spricht aufmerksam mit Anfängern, korrigiert geduldig
Techniken und trainiert trotzdem mit derselben
Ernsthaftigkeit wie früher. Vielleicht sogar mehr.
Besonders junge Mitglieder orientieren sich inzwischen an
ihr. Für viele Mädchen und Frauen ist sie längst mehr als
nur Trainerin geworden. Eine, die zeigt, dass Stärke nicht
bedeutet, ständig kämpfen zu müssen. Sondern immer wieder
aufzustehen. „Am Anfang wollte ich einfach nur lernen, mich
zu verteidigen“, erzählt sie. „Irgendwann habe ich
verstanden, dass Jiu-Jitsu viel mehr mit dem Inneren zu tun
hat als mit Würfen oder Hebeln“.
Wer sie auf der Matte erlebt, versteht schnell, was sie meint.

Arloff, 12. Mai 2026 (jf). Der TuS 05 verfügt über eine vereinseigene Sporthalle, in der immer etwas los ist. Während in der einen Ecke Pedalos klappern und irgendwo ein Ball gegen die Wand prellt, herrscht im Jiu-Jitsu-Bereich eine etwas andere Atmosphäre. Konzentriert, respektvoll und manchmal auch leicht mystisch. Die Jiu-Jitsukas nennen ihren Trainingsraum deshalb ehrfürchtig ihr „Dōjō“, den heiligen Ort der Kampfkunst. Das Dōjō ist heute jedoch weit mehr als nur ein Trainingsraum für Kampfkünste. Ursprünglich bedeutet das japanische Wort Dōjō etwa „Ort des Weges“, ein Raum, in dem nicht nur Technik, sondern auch Charakter, Wahrnehmung und Haltung geübt werden.
Wie es sich für ordentliche Budo-SportlerInnen gehört, wird beim Betreten und Verlassen des Dōjōs natürlich gegrüßt. Einmal verbeugen (Ojigi), kurz innehalten und schon kann das Training beginnen. Doch warum das Ganze? Die Verbeugung ist ein Zeichen des Respekts gegenüber der Kampfkunst, den Lehrern, den Trainingspartnern und auch gegenüber sich selbst.
Traditionell befindet sich gegenüber dem Eingang die sogenannte Kamiza, der „Platz der Götter“. Die Dōjōleitung des TuS 05 schätzt zwar die asiatische Philosophie sehr, musste aber ehrlicherweise feststellen: Für einen echten Sitz fernöstlicher Gottheiten fehlt dann doch ein wenig der dafür erforderliche Glaube. Deshalb gibt es beim TuS 05 keine Kamiza im klassischen Sinne, wohl aber den „Geist des „Dōjō“.

Seit 25 Jahren wird im Arloffer Dōjō wieder Jiu-Jitsu trainiert.

Thea Eschweiler, Dieter Wiedemann und Übungsleiterin
Elke Cremer

Elena, Josef und Fabian beim Frühlings-Seminar mit Markus Wilger
Arloff, 10. April 2026 (uk). Bei der
diesjährigen Mitgliederversammlung konnte der
Vorsitzende Dieter Wiedemann zahlreiche Mitglieder für
langjährige Mitgliedschaft ehren. Für ihre 50jährige
Vereinstreue erhielt Anke Vey die Ehrenmitgliedschaft.
Für 25jährige Vereinsmitgliedschaft wurden Thea
Eschweiler, Marianne Prall, Robert Jaromin, Josef
Flecken und Cilly Pichler ausgezeichnet.

Vorher blickten der Vorsitzende und die Abteilungen
auf das Vereinsjahr 2025 zurück.
Bei der Mitgliederentwicklung im Jahr 2025 ist ein
leichter Rückgang zu verzeichnen. Den größten Rückgang
gab es mit rund 11% im Bereich Turnen und Fitness,
hier insbesondere im Kinderbereich, während andere
Abteilungen ihren Stand halten oder sogar ausbauen
konnten. Als Grund für den Rückgang im Kinderbereich
ist der Umbruch in den Kindergruppen zu nennen. Die
Anzahl der Gruppen musste im Sommer durch den
wohlverdienten Ruhestand der Übungsleiterin Claudia
Hoffmann-Vey reduziert werden. Mittlerweile ist der
Verein wieder in der Lage durch die neuen
Übungsleiter/innen weitere Gruppen anzubieten. Am
01.01.2026 hatte der Verein 435 Mitglieder.
Seit Januar 2025 gibt es neben der Homepage und
Facebook auch einen Instagram-Account des Vereins.
Damit wurde das digitale Angebot weiter ausgebaut. Im
letzten Jahr beschloss die Versammlung eine neue
Vereinssatzung, die von Geschäftsführer Udo Wiedemann
ausgearbeitet wurde. In einer neuen Präambel werden
übergeordnete Grundsätze des Vereinslebens als
Leitbild festgeschrieben. Die Regelungen der neuen
Satzung ermöglichen dem Vorstand, die
Vereinsverwaltung digitaler als bisher auszugestalten.
Bei den anstehenden Wahlen wurden Uli Kessel als des
stv. Vorsitzender, sowie Udo Wiedemann als
Geschäftsführer einstimmig wiedergewählt. Als
Beisitzer wurden: Claudia Hoffmann-Vey, Doris Kläs und
Elena Mies gewählt. Kassenprüfer sind Norbert Pichler
und Marek Sadura. Roswitha Runkel schied nach
langjähriger Tätigkeit als Kassenprüferin aus.
Abschließend beschloss die Mitgliederversammlung eine
Änderung der Beitragsordnung. Die Höhe der
Mitgliedsbeiträge bleibt unverändert, allerdings sind
die Termine des Beitragseinzuges verändert. Statt am
01.02. und 01.08. werden die jährlichen und
halbjährlichen Mitgliedsbeiträge künftig am 01.04. und
01.10. eines Jahres eingezogen. Außerdem wurde die
Beitragsordnung an die Regelungen der neuen
Vereinssatzung angepasst.
Die komplette neue Beitragsordnung könnt ihr hier einsehen.
Hattingen, 26. März 2026 (jf).
Nach Auffassung der „Modernen Jiu-Jitsu Allianz e.V.“ (MJJA)
ist ein realitätsnahes Training zur Abwehr von Bedrohungen mit
Pistolen und Revolvern ohne fundierte Kenntnisse über Aufbau,
Funktionsweise und sichere Handhabung dieser Waffen nicht
zielführend. Um dieses Ausbildungsdefizit zu schließen, bietet
der Verband seinen Mitgliedern spezialisierte Waffenlehrgänge
an. Die ersten Schusswaffenlehrgänge fanden am 28. März 2026
in
Hattingen statt.
Im Fokus stand ausdrücklich nicht die Vermittlung von
Abwehrtechniken, diese werden in gesonderten Modulen
trainiert, sondern um die sachgerechte Handhabung von
Kurzwaffen.

Hagen, 02. Februar 2026 (jf). Das Mondō (Gespräch zwischen Sensei und Ushi Deshi) der „Modernen Jiu-Jitsu-Allianz e.V.“ (MJJA) fand vom 30. Januar bis 01. Februar 2026 in Hagen statt. Gastgeber war erneut der Verein ETV 1881 e.V. Abt. Yaware unter der bewährten Leitung von Michele Colonna und seinem großartigen Team – und man kann es gleich vorwegnehmen: Es wurde intensiv, lehrreich und stellenweise auch leicht „blau“ an Armen und Beinen trainiert.
Am Samstagmorgen ging es nach dem Frühstück direkt zur Sache. Trainiert wurde nach dem Cooper-Farbcode. Von Weiß (völlig unaufmerksam und unvorbereitet) über Gelb (entspannt, aber wachsam) und Orange (konkrete Alarmbereitschaft) bis hin zu Rot (Gefechtsmodus) wurde alles durchgespielt. Bei Letzterem wurde es dann auch mal etwas handfester. Das Resultat: ehrliche Trainingsspuren in Form von blauen Flecken, zerrissenen T-Shirts und zufriedenen Gesichtern. Unter der Anleitung von Michele Colonna, Markus Wilger und Mirko Berwing wurden unterschiedlichste Angriffssituationen trainiert, natürlich realistisch, dynamisch und manchmal sogar gegen mehrere Angreifer gleichzeitig. Ziel war es, den Aggressor kampfunfähig zu machen oder zu kontrollieren. Beim Transportgriff durfte dieser dann gern in eine „devote Lage“ (O-Ton Markus Wilger) gebracht werden, selbstverständlich rein technisch und mit sportlichem Respekt.

Elena, Josef, Fabian und Winfried reisten nach Hagen zum Mondō (Bild: MJJA e.V.)
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